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reist seit 1990 durch Südostasien

Donnerstag, 3. Mai 2012

Zwei Wochen in Khao Lak und Abschied von Südostasien

Nachdem ich vom 17.04. - 29.04.2012 zwei Wochen in Khao Lak an der Westküste Thailands verbracht hatte, bin ich seit 30.04.2012 nun wieder zuhause im Markgräflerland zwischen Freiburg und Basel.
Diese letzte Station in Südostasien war zum Abschluß meiner Reise eine sehr entspannende Angelegenheit, da ich hier sehr viele Freunde habe und es dementsprechend auch viele Wiedersehensfeiern gab. Gewohnt habe ich hier - wie eigentlich die letzten Male immer - im Loma-Resort meines Freundes Markus, der hier von Ende Oktober bis Ende April/Anfang Mai jeden Jahres auch seine Tauchbasis Loma-Diving betreibt.
Ich habe mit Markus sehr viel gemeinsam unternommen, so waren wir zum Beispiel in einem wunderschönen Tempel, dem Wat Bang Riang, der herrlich zwischen den Nationalparks Khao Sok und Phang Nga in den Bergen hoch im Dschungel gelegen ist und grandiose Ausblicke in die Berge ringsherum bietet.



Was Markus wohl hinter dem Löwen treibt....?


Die Bilder des Tempels habe ich bereits in meinem online-Fotoalbum unter Nummer 44 veröffentlicht.
Markus hatte vom 24.04. - 29.0742012 seine letzte Tauchsafari dieser Saison auf den Similan Islands im Programm und so bin ich die ersten drei Tage dieser Abschlußtour zum Tauchen mit rausgefahren. Es war wieder einmal herrlich, für drei Tage auf dem Boot 60 Seemeilen draußen vor der Westküste Thailands ohne Handy-Empfang in kompletter Ruhe vor der traumhaft schönen Kulisse der Similan Islands auf dem Meer zu verbringen und wieder einmal einige schöne Tauchgänge zu erleben.
Nach der Rückfahrt mit dem Speedboat von Markus' Tauchschiff nach Khao Lak am 27.04.2012 bin ich dann am 28.04.2012 abends mit dem Moped zur Saisonabschlußparty der Musikkneipe "Happy Snapper" gefahren und habe dort meinen letzten Abend in Thailand und meiner viermonatigen Reise durch Südostasien verbracht.
Am 29.04.2012 hieß es dann mit dem Rückflug von Phuket nach Bangkok und anschließend von Bangkok über Abu Dhabi nach Frankfurt für dieses Mal endgültig Abschied von Südostasien zu nehmen...
Seit 30.04.2012 bin ich nun also wieder zuhause in Deutschland und werde noch Tage und Wochen damit verbringen, die vielen, vielen Erlebnisse meiner Reise von Thailand über Laos, Kambodscha, Vietnam, Bali und wieder Thailand zu verarbeiten. Aber die nächste Reise steht ja bald wieder an - meine geplante Freiwilligenarbeit mit den Kindern des Green Gecko Projekts in Siem Reap/Kambodscha in 2013.... 
Ich danke Euch allen für Euer Interesse an meinen Reiseberichten und hoffe, Ihr hattet viel Spaß, diese Reise über meinen Blog mitzuverfolgen und die vielen schönen Fotos zu sehen! Für mich war diese Reise diesmal etwas ganz besonderes und hat auch sehr viel zum positiven in mir verändert. Eine sehr liebe Freundin hat mir das auch ganz zutreffend geschrieben:
"Diese Reise hat sicher viel in Dir bewegt, auch wenn Du schon sehr oft in Südostasien warst, glaube ich, war dieser lange Trip doch ein bißchen was anderes für Dich."
       

Dienstag, 17. April 2012

Mitten im "Songkhran" von Bangkok nach Hua Hin am Golf von Thailand

Nachdem ich nun also in Bangkok wieder vier entspannte Tage ohne Besichtigungsstress verbracht hatte, bin ich am Freitag, dem 13.04., genau zu Songkhran, dem traditionellen thailändischen Neujahrsfest, nach Hua Hin zu Franz und Pen gefahren, die ich auf Bali bei Jürgens Geburtstag kennengelernt hatte und die in der Nähe von Hua Hin ein schönes Haus haben, in dem ich dann bis zum 16.04. zu Gast war.

Von links nacht rechts: Franz, Jürgen, Pen
Songkhran beginnt laut Kalender am 13. April, und wird in der Regel 3 Tage lang gefeiert. In diesem Jahr waren es sogar offiziell 4 Tage, weil 2 Tage auf ein Wochenende fielen, und deshalb nach guter Thai -Tradition der Montag noch als offizieller Feiertag drangehängt wurde. Im Isaan, der nordöstlichsten und ärmsten Provinz Thailands, wird das Fest in der Regel sogar eine ganze Woche lang gefeiert. Nach der Tradition werden an diesem Tag die Eltern geehrt, in dem man ihnen in einer feierlichen Zeremonie die Hände, manchmal auch die Füße wäscht, ihnen mit Segenswünschen etwas Wasser über das Haupt gießt und  ein Geschenk überreicht. Die Jungen nehmen die Gelegenheit war, sich gegenseitig mit Wasser voll zu spritzen oder zu überschütten. Diese Sitte ist in den letzten Jahren aber immer mehr zu einer allgemeinen Wasserschlacht entartet. Überall an den Straßenecken stehen Kinder mit Schläuchen und Eimern und überschütten alles, was vorbeikommt mit einem Schwall Wasser. Auf den Straßen fahren mit jungen Leuten und Wasserfässern beladene Pickups auf und ab und überschütten alles, was am Straßenrand steht, mit einem kräftigen Guß Wasser, das meistens durch Eiswürfel so richtig schön kalt ist. In der Khao San Road in Bangkok beteiligen sich die Farangs (das ist die thailändische Bezeichnung für uns Ausländer) mit Begeisterung und meist ohne Sinn und Verstand an dieser Wasserschlacht.
Die Kinder haben in Bangkok jedoch schon 12.04. mit der Wassernummer angefangen und so war ich "mittendrin statt nur dabei": Einen ganzen Tag lang bin ich in komplett nassen Klamotten durch Bangkok gelaufen...





Wieder trocken bin ich dann also am 13.04. mit dem Minibus dreieinhalb Stunden lang von Bangkok nach Hua Hin gefahren, wo mich Franz und Pen dann mit dem Auto abgeholt haben. Da Pen tagsüber in einem Resort arbeitet, sind Franz und ich jeden Tag mit seinem Auto in die sehr schöne grüne Umgebung von Hua Hin gefahren. Die Stadt selbst ist blitzeblank sauber. Kein Wunder - hier befindet sich ja auch die Sommerresidenz der thailändischen Königsfamilie...
In der Umgebung von Hua Hin gibt es mehrere Nationalparks und in einem kann man noch wilde Elefanten im Dschungel sehen. Hua Hin ist außerdem bekannt für die "Seniorenresidenzen" westlicher Ausländer und so befinden sich hier sehr viele Resort-Anlagen, in denen sich Ausländer schöne Häuser gekauft oder selbst gebaut haben, mit allem erdenklichen Komfort und fast alle mit schönen Gärten und Swimmingpools. Und auch die Strände hier am Golf von Thailand sind wirklich nicht zu verachten...





Wir verbrachten drei schöne Tage miteinander und ich bin Franz sehr dankbar, daß er mir die doch sehr schöne Umgebubg von Hua Hin gezeigt hat und Pen dafür, daß sie abends so sehr gut gekocht hat. Vielen Dank Ihr zwei!!!!
Gestern abend brachte mich Franz dann zum Busbahnhof von Hua Hin, von wo aus ich dann nach Khao Lak gefahren bin und so bin ich also seit heute morgen hier, um für letzten zwei Wochen meiner langen Reise meine thailändischen Freunde und einige Tauchlehrerkollegen besuchen. Hier in Khao Lak hatte ich ja mehrere Male in der Tauchbranche gearbeitet und die letzten Tage meiner Reise gehören nun dem abschließenden Baden an herrlichen Stränden, dem Mopedfahren in gewohnter Umgebung und dem abendlichen Treffen mit vielen Freunden...

Sonntag, 8. April 2012

Auf Wiedersehen Bali - es geht wieder zurück nach Thailand

Nach knapp drei Wochen auf der immer noch schönen, aber verkehrstechnisch teilweise doch hektischen Insel Bali geht meine Zeit hier nun morgen zu Ende, es geht wieder zurück nach Bangkok in Thailand.
Ich war oft mit dem Moped über die Insel unterwegs (die Bilder sind in meinem Fotoalbum Nr. 42 bereits online zu sehen...) und habe auch viel Zeit mit meinen hier lebenden Freunden verbracht - die Abende waren meistens ziemlich lang und wir haben viele lustige Stunden gemeinsam erlebt.
Aber nun freue ich mich auch wieder auf Thailand, das tolle Essen, die Menschen dort und auch darauf, meinen Rucksack wieder öfter zu packen. Die Zeit hier auf Bali war sehr schön, aber auch komplett anders, da ich ja vorher drei Monate lang immer wieder woanders unterwegs war und die Erlebnisse vielfältiger waren - mir fehlt das ständige Herumreisen richtig...
Ich habe Sehnsucht nach Kambodscha, rückwirkend betrachtet haben mich dieses wunderschöne Land und vor allen Dingen die tollen Menschen dort sehr beeindruckt und der Gedanke, in diesem Land aktiv mitzuhelfen, den Menschen, insbesondere den Kindern eine friedliche und harmonische Zukunft zu geben, setzt sich immer stärker in meinem Kopf fest und wird mich ständig begleiten. Ich habe bereits angefangen, ein wenig khmer (die Landessprache) zu lernen, was mir für die geplante Mitarbeit beim Green Gecko Project in Siem Reap sicher sehr hilfreich sein wird. Ich freue mich jetzt schon darauf. Hier auf Bali hatte ich in den fast drei Wochen sehr viel Zeit, mich damit auseinanderzusetzen und konkrete Planungen zu beginnen: nicht nur darüber reden, sondern machen...
Nun ist aber erst einmal wieder Thailand an der Reihe und ich werde Euch - wie immer - auf dem laufenden halten...

Freitag, 30. März 2012

Bali - "Insel der Götter": Verkehrschaos im Süden, tolle Landschaften und Prozessionen in allen Dörfern

Seit einigen Tagen wohne ich nun bei meinen Freunden Gaby und Alex in deren Haus in Kerobokan, im Südwesten von Bali und fahre viel mit dem Moped über die Dörfer, die nach wie vor sehr schön anzuschauen sind. Überall finden zu unterschiedlichen Tagen immer wieder Prozessionen statt. Dafür werden die Dörfer sehr schön geschmückt und die Balinesen laufen oder fahren mit dem Moped in ihren traditionellen Kleidern zu den unendlich vielen Tempeln, um ihre Opfergaben dorthin zu bringen. Die Frauen tragen diese fast immer auf dem Kopf, es gibt unsagbar viele tolle Fotomotive...



In den Tempeln wird die traditionelle Musik, der Gamelan, gespielt, die Priester singen laut ihre Gebete und segnen die betenden Tempelbesucher.





Von dem Ort Kerobokan sind es nur wenige Kilometer zum wohl bekanntesten Tempel der Insel in Tannah Lot. Dieser Tempel liegt auf einem Felsen im Meer und ist nur bei Ebbe direkt zu betreten. Da er auf der Westseite von Bali ist, kommen hier zum Sonnenuntergang Massen von Touristen, um eines der beliebtesten Fotos von Bali zu machen. Ich selbst habe diesen Tempel ja schon einige Male gesehen, bin aber wieder mit dem Moped dorthin gefahren, und zwar mittags. Dann sieht man dort nur wenige Touristen, die meistens sind Indonesier von der nahegelegen großen Insel Java im Westen von Bali...




Die Fahrten mit dem Moped zu den Dörfern führt immer vorbei an tollen Landschaften und unendlich vielen Reisfeldern - Bali ist ja auch bekannt für die vielen schönen Reisterrassen. Da macht das Fahren auch richtig viel Spaß...




Das Leben hier auf Bali ist allerdings sehr teuer geworden, die Preise haben sich seit dem letzten Mal, als ich 2007 hier war, mehr als verdoppelt. So kostet ein großes Bintang (das indonesische und recht gute Bier) hier mittlerweile zwischen 35.000 und 40.000 Rupiah und bei einem Kurs von momentan etwa 12.200 IDR für 1 EURO sind das für 0,66 l Gerstenkaltschale teilweise mehr als 3 EURO! Auch die übrigen Kosten wie Essen im Restaurant sind drastisch gestiegen und Unterkünfte unter 30 EURO sind kaum noch zu finden. Ich bin also echt heilfroh, bei Freunden zu wohnen, da ich ansonsten wohl schon viel früher als geplant wieder nach Thailand geflogen wäre. So bleibt es dabei, am 09.04. den Air Asia Flieger nach Bangkok zu betreten...
Auch der Verkehr hat drastisch zugenommen, es gibt neben den Tausenden von Mopeds immer mehr Autos, während die Straßen auf Bali dafür überhaupt nicht  ausgelegt sind. Das Mopedfahren in die Touristenhochburgen Kuta und Legian - von Kerobokan aus nicht mehr als 5 km entfernt - gleicht einem Slalomfahren im Schneckentempo mit Anteilen leichter Suizid-Gefahr, aber ich halte tapfer mit und es funktioniert erstaunlich gut, frech kommt einfach weiter :-)... 
Und wenn ich mal keine Lust zum Mopedfahren habe, liege ich am Pool im Garten des Hauses von Gaby und Alex, höre Musik oder schreibe gerade diesen Bericht...

 

Die Bilder von der Insel werde ich demnächst hochladen, für die ganz Interessierten unter Euch: die Fotos aus Tejakula im Norden Balis sind jetzt in meinem Fotoalbum unter Nummer 41 online zu betrachten...

Donnerstag, 22. März 2012

Von Bangkok nach Bali in Indonesien - eine ganz andere südostasiatische Welt

Nach drei ruhigen Tagen in Bangkok ohne dort irgendetwas größeres zu unternehmen als einiges nachzukaufen, Massagen über mich ergehen zu lassen und leckeres Thai-Essen zu genießen bin ich nun also seit 19.03.2012 wieder einmal auf Bali - und zwar ganz im Norden im echt schönen Cili Emas Resort (www.ciliemas.com) beim sehr ursprünglichen balinesischen Ort Tejakula.

Der Pool im Cili Emas Resort

Jürgen feiert hier am 24.03.2012 seinen 60. Geburtstag und hat dazu viele Freunde eingeladen und auch unser gemeinsamer Freund Bruno ist dabei. Eigentlich hat Jürgen ja am 23.März Geburtstag, da in diesem Jahr aber genau an diesem Tag hier auf Bali das traditionelle Hindu-Fest Nyepi stattfindet, mußte er seine Feier leider auf den 24.03. verschieben. 
Aus Anlaß diese Festes sind auf Bali einen Tag lang Straßen und Strände verwaist. Alle Geschäfte und sogar der internationale Flughafen sind geschlossen. Die Touristen mussten in ihren Hotels bleiben. Auf den Straßen ist nur die traditionelle Garde der sogenannten "Pecalang" unterwegs, die über die Einhaltung des Brauches wacht.
Der religiösen Überlieferung zufolge kehren zu Beginn des neuen Jahres nach dem Saka-Kalender böse Dämonen auf die Erde zurück und sollen durch die Stille und die Besinnung auf Meditation und Fasten glauben, die Insel sei unbewohnt. Die Bewohner dürfen deshalb nicht arbeiten und müssen sich auch zuhause ruhig verhalten: Fernsehen, kochen oder Licht anschalten ist für 24 Stunden nicht erlaubt.

Jürgen (li.) freut sich über Brunos mitgebrachte Leckereien

In Bangkok traf ich bereits Jürgens Frau Anne am Flughafen, die denselben Flug nach Denpasar auf Bali hatte und in Denpasar gesellte sich dann noch Bruno am Flughafen dazu. Jürgen hatte unsere Abholung zum Cili Emas Resort bereits organisiert und so fuhren wir dann alle drei gemeinsam fast drei Stunden lang nach Tejakula in den Norden Balis.
Die Stadt Tekakula ist ganz und gar typisch balinesisch und überhaupt nicht touristisch, was mich natürlich sehr gefreut hat. Überall kommt man hier mit den Balinesen sofort mit sehr großer Freundlichkeit in Kontakt.



Für mich ist es nach drei Monaten durch Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam plötzlich sehr ruhig, ganz anders als nach drei oder vier Tagen wieder den Rucksack zu packen und weiter zu ziehen. Da ich aber gar nicht nur am Pool liegen möchte oder über den schwarzen Lavastrand zum Baden ins Meer zu gehen, bin ich nun jeden Tag in Tejakula und genieße den überaus angenehmen und äußerst freundlichen Kontakt mit den Balinesen.



Und seit der Ankunft hier auf Bali machte nach drei sehr sonnigen und heißen Monaten nun auch plötzlich Bekanntschaft mit - Regen. Nicht daß es deswegen kälter geworden wäre, aber es war doch fast wie eine Unbekannte...
Seit gestern ist das Wetter aber wieder sehr sonnig und dunkle Wolken tauchen nur hin wieder einmal auf und verziehen sich glücklicherweise ganz schnell wieder. Und gestern fand am frühen Morgen eine riesige Prozession mit hunderten Balinesen an einem kleinen Tempel direkt neben dem Resort statt - ganz typisch und absolut ohne Touristen. Die ganze "Stadt" Tejakula (es sollen immerhin einige Tausend Einwohner sein) war hier vor dem Resort am Strand versammelt und natürlich alle in ihren bunten Festgewändern. Ein tolles Erlebnis!






Morgen findet dann hier ja das Nyepi-Fest statt und ich besorge mir heute noch alles, was ich vielleicht morgen brauchen könnte: Knabberzeug, Süßkram, ein neues Guthaben für meine indonesische SIM-Karte usw. Während ich hier in Tejakula gerade im Internet-Café sitze, ziehen draußen an der Straße viele balinesischen Frauen in traditionellen Kleidern mit ihren Opfergaben auf dem Kopf vorbei, um diese zum Tempel zu bringen und von überall her klingt traditionelle balinesische Musik (kein Gamelan, sondern Flöten und Trommeln...) - die "Insel der Götter" bereitet sich auf Nyepi vor und zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Ich genieße dieses Treiben.
Übermorgen kommen dann Jürgens letzte Gäste seiner Geburtstagsfeier: meine Freunde Gaby, Alex und Ingo aus dem Süden Balis, mit denen ich dann am 26.03. von hier wegfahre, um dann in deren neuen Haus zwischen Seminyak und Tannah Lot zu wohnen.
Die Bilder hier aus Tejakula im Norden Balis werde ich in den nächsten Tagen in meinem online-Fotoalbum Nr. 41 veröffentlichen...


Samstag, 17. März 2012

Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) - meine letzte Station in Vietnam und der direkten Mekong-Region

Wie im letzten Bericht angekündigt, habe ich am 13.03.2012 Saigon erreicht. Die Stadt war mein letzter Aufenthalt in Vietnam und damit auch das Ende der Reise in die direkte Mekong-Region Südostasiens, die mich von Nordthailand, Laos und Kambodscha bis ins Mekong-Delta nahe der Metropole Saigon in Vietnam geführt hat.
Saigon ist der absolute Wahnsinn, tolle Stadt und Millionen von Mopeds, die in einem ununterbrochenen Strom über die Straßen jagen, so daß jeder Versuch, die Straßen lebend überqueren zu wollen, einem Himmelfahrtskommando gleich kommt. Man muß einfach nur langsam und stetig durch die Massen von fahrenden Mopeds über die Straße gehen - und das funktioniert erstaunlich gut. Man darf nie aus Angst stehen bleiben, da sonst alle Mopedfahrer verwirrt sind und nicht wissen, was sie tun sollen. Nur dann passieren Unfälle...


Ich habe in Asien ja nun wirklich schon viele Großstädte und deren Verkehr gesehen - aber gegen Saigon ist Bangkok eine verkehrsberuhigte Zone! Ich habe dann am 16.03.2012 meine Fahrt im Taxi zum Flughafen per Film dokumentiert, zum Hochladen in meinen Bericht ist die Datei jedoch leider zu groß...
In Saigon habe ich dann zu Fuß in zwei Tagen einige Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Das waren ganz schöne Märsche durch die immer noch große Hitze, aber es hat sich gelohnt. Am ersten Tag habe ich das Kriegsrelikte-Museum besucht, das kurz nach Kriegsende im September 1975 eröffnet wurde. Auf dem Außengelände befinden sich Panzer, Flugzeuge, Hubschrauber, Bomben und anderer Kriegsschrott. Innen verdeutlichen drastische Fotos die Brutalität der Auseinandersetzungen: Folter- und Napalm-Opfer, von Agent Orange deformierte Babys und zerstückelte Leichen. Das war schon ganz schön heftig...




Interessant waren dann auch die alten Bauten wie die Notre Dame-Kathedrale und des rechts daneben liegenden, 1891 eröffneten Hauptpostamtes,




des Ho-Chi-Minh-Museums und des schönen Stadttheaters, das eigentlich einmal das alte Opernhaus aus der französischen Kolonialzeit war und im Januar 1900 eröffnet wurde.


Den Wiedervereinigungspalast habe ich dann leider nur noch von außen gesehen, da ich erst nach 16 Uhr dort war und die Öffnungszeiten schon vorbei waren. Er ist deshalb interessant, weil er 1962 von der südvietnamesischen Luftwaffe bombardiert wurde, um den damaligen Präsidenten Diem auszuschalten. Der überlebte jedoch, ließ das Gebäude abreißen und gab den Auftrag für das heute zu sehende Bauwerk.
Aber nach soviel Kultur war es abends angenehm, nach dem Duschen in einem der vielen, vielen Restaurants und Garküchen an den Straßen im Zentrum Saigons zu sitzen. Und genau hier befindet sich - ähnlich der Khao San Road in Bangkok - das Herz aller Rucksackreisenden, es gab also jede Menge skurile Gestalten zu sehen...
Toll und absolut überraschend - weil nicht erwartet - war, daß ich hier im Travellerzentrum Christina und Valerio aus Modena/Italien wiedergetroffen habe, die ich bereits in Oudomxai und Muang Ngoi in Laos kennengelernt hatte. Seitdem war ja schon einige Zeit vergangen. Wir beschlossen, unser Wiedersehen in einem der vielen Straßenrestaurants mit einigen Bierchen zu begießen. Das war ein netter Abend...


Am letzten Tag bin ich dann noch durch die Straßen gewackelt, habe die Jamia-Moschee, den Sri Mariamman Hindu-Tempel und einen der Märkte abgeklappert. Abends nach dem Essen in meinem kleinen Gästehaus hieß es dann schon wieder packen, da ich dann gestern vormittag von Saigon nach Bangkok in Thailand geflogen bin und somit die direkte Mekong-Region hinter mir gelassen habe. Aber: "I did it" - ich habe es geschafft, die nähere Umgebung des Mekong bis ins Delta mit dem Rucksack zu bereisen, juhu!
Von nun an ist das Reisen etwas lockerer, da ich von Bangkok übermorgen nach Bali fliege, um dort hauptsächlich einige Freunde zu besuchen und natürlich aber auch mit dem Moped in Ecken zu fahren, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Aber viele sind es nicht...
Selbst hier in Bangkok ist es schon sehr entspannt, da ich mir hier gerade gar nichts anschauen muß, einfach nur herumschlendern, beim Seven-Eleven-Supermarkt einige notwendige Sachen wie Duschzeug, Zahnpasta usw. einkaufen und leckeres Thai-Essen genießen. Aber auch das Essen in Laos, Kambodscha und vor allem in Vietnam war immer sehr schmackhaft. Das Baguette, was es dort durch die ehemals französische Kolonialherrschaft als kulinarisches Überbleibsel an jeder Ecke gab, wird mir jedoch fehlen...
Für alle Interessierten: auch ausgewählte Fotos aus Saigon habe ich wieder in mein online-Fotoalbum hochgeladen.

Dienstag, 13. März 2012

Saigon rückt näher - das Fischerdorf Mui Ne

Seit 10.03.2012 bin ich nun also in Mui Ne, nur noch etwas mehr als 200 km nördlich von Saigon entfernt. Das Fischerdorf und den gleichnamigen, touristisch voll erschlossenen Strand erreichte ich nach sechs Stunden Busfahrt von Nha Trang. Die letzten knapp 30 Kilometer ging die Fahrt durch eine irre Landschaft aus riesigen roten und weißen Sanddünen, die an die Sahara erinnern und an der Küste mit schwarzen und roten zerklüfteten Felsen und dem türkisblauen Meer.


Nachdem ich des schöne Bien Dua Resort bezogen hatte, wurde ich aber auch wieder vom Massentourismus überrollt. Südlich des Fischerdorfes verläuft die Straße parallel zum Strand und es liegt ein Luxus-Resort neben dem anderen, in denen sich wieder hauptsächlich russische Pauschalurlauber lümmeln. Aber auch viele Traveller steuern Mui Ne an, sozusagen als letzte Strandgelegenheit vor Saigon. So ist das Publikum hier also bunt gemischt. Da hier ein ständiger heftiger Wind vom Meer kommt, wurde Mui Ne auch zum Paradies der Kitesurfer (also surfen mit einem kleinen Fallschirm als Segel) und es gibt wahnsinnig viele Kitesurfer-Schulen.


Bis Mitte der 1990er-Jahre war Mui Ne ein armes kleines Fischerdorf und der kilometerlange Strand verwaist, heute ist es - wie so viele Orte - kein Geheimtipp mehr. Mehr und mehr Mittelklasse- und Luxusanlagen eröffnen und die preiswerten Unterkünfte werden weniger.
Ich habe mir vorgestern ein Fahrrad ausgeliehen und habe die nährere Gegend dann bis zum Fischerdorf in aller Ruhe erkundet - eigentlich komplett verrückt, denn die Hitze hier ist echt brutal und bei 38° C auf dem Fahrrad rumzuradeln war nur durch den Wind vom Meer zu ertragen. Doch dadurch sah ich natürlich viele schöne Ecken und Strandabschnitte hier, bis ich dann nach fünf Kilometern das Dorf erreichte.




Für eine Fahrt zu dem kleinen Flusslauf des Suoi Tien mit seinen Sandklippen und zu den riesigen roten und weißen Sanddünen, die hier die ganze Gegend dominieren, entschied ich mich für eine gebuchte Jeep-Tour, da dies mit dem Fahrrad bei der Hitze und dem starken Gegenwind schier unmöglich war. Und ich habe es nicht bereut - was für eine irre Gegend! Wie aus dem Nichts ragen die sandigen Berge auf und lauter vietnamesiche Kinder sind hier, um Unterlagen aus Plastik für eine sandige Rutschpartie anzubieten...





Aber schaut's Euch selbst in meinem hochgeladenen Fotoalbum Nr. 39 an... 
Abends gab es hier bei einem Bia (vietnamesisch für Bier) Saigon in der Hand superschöne Sonnenuntergänge zu beobachten und schon war es ab 18:30 Uhr wieder dunkle Nacht und Zeit, zum Essen in einem der vielen Restaurants zu wackeln.


Heute nachmittag fahre ich dann zu meiner letzten Station in Vietnam - nach Saigon. Und da ich durch meine Übernachtung nach dem Besichtigen des Mekong-Deltas schon vorgewarnt bin, weiß ich auch, was für mich dort erwartet - ein irrer Straßenverkehr und ein Gewusel in den Straßen, daß einem schwindlig wird...